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Migräne besiegen

Höllische Kopfschmerzen und Isolation – Die Migräne schlägt zu

Migräne. Schon wieder.

Betroffene fühlen wie es sie sich ankündigt, noch ohne die eigentlichen Symptome zu spüren. Irgendwo zwischen Unwohlsein,Heißhungerattacken und plötzlichen Stimmungsschwankungen bahnt sie sich einen Weg über die Nervenbahnen direkt in das Hauptrechenzentrum des an Migräne leidenden Menschen. Und dort schlägt Sie zu. Erbarmungslos und fies. Stechende, hämmernde, zehrende Kopfschmerzen. Das Gefühl mit stumpfen oder wahlweise spitzen Gegenstände auf sehr unschöne Art und Weise den Kopf bearbeitet zu kriegen.

Jeder Lichtstrahl der seinen Weg durch die Netzhaut findet führt zu einem Zurückschrecken und weiterem schmerzhaften Impuls an der Schädeldecke. Jedes nur etwas zu laute Geräusch durchfährt den eh schon von Schüttelfrost geplagten Leib und frisst sich, mit äußerst unangenehmen Schmerzen verbunden, direkt an die Schmerzrezeptoren. Jegliches Verlangen Nahrung aufzunehmen schwindet und weicht einer drückenden Übelkeit, welche zusammen mit den anderen Symptomen dazu führt, dass Migräne Patienten dazu tendieren sich in dunklen Räumen, die Decke bis an die Ohren zu ziehen und auszuharren.

Warten bis der einseitige, pulsierende, einen Großteil der Wahrnehmung einnehmende Kopfschmerz endlich nachlässt und man sich wieder der Normalität, dem alltäglichen Leben widmen kann. Doch vorher muss der Kampf gewonnen werden. Der Kampf gegen den Schmerz. Der Kampf gegen die Migräne. Der Migräne, die so wie gerade eben beschrieben bei Ihnen ablaufen könnte, oder eben ganz auch anderes. Nur eines ist sicher. Die Migräne muss besiegt werden.

Doch vorher sollten Sie erst einmal die Migräne Symptome analysieren und so in Erfahrung bringen ob und „welche“ Migräne Sie denn eigentlich plagt. Im weiteren Verlauf dieser Domain erfahren Sie dann alles über Naturhheilverfahren, alternative Therapien, Ernährung bei Migräne und anderen Therapien, die helfen, oder eben auch nicht helfen, die Migräne einzudämmen und zu heilen

1. Was ist Migräne eigentlich?

Eine sichere Diagnose für Migräne zu stellen ist manchmal nach wenigen Worten in der Anamnese gewährleistet, in anderen Fällen ein langwieriger, schwieriger Prozess. Die Kopfschmerz Erkrankung zeichnet sich nämlich durch einige Symptome aus, welche von Betroffenem zu Betroffenem an Intensität und Vorkommen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden können. So auch ihre Häufigkeit und ihr Auftreten. Am häufigsten treten Migräneattacken zwischen 1-3-mal im Monat auf, dieser Wert kann aber auch sehr variieren, so gibt es Patienten, welche dutzende Mal im Monat von den Kopfschmerzen gequält werden und welche die nur halbjährig mit den Symptomen zu kämpfen haben.

Prinzipiell gilt die Unterscheidung zwischen einer „gewöhnlichen“ Migräne ohne Aura sowie einer „klassischen“ Migräne mit Aura. Wobei sich die Migräne mit Aura durch die charakteristischen Symptome in Form von verschiedenen Wahrnehmungsstörungen vor und/oder während der Migränephase auszeichnet. Häufig treten visuelle Störungen in Form von gezackten, teilweise psychedelisch anmutenden Formen im Sichtfeld, sowie Unschärfe, Verlust der räumlichen Wahrnehmung bis hin zu Verlust des Sehvermögens auf.

Die „gewöhnliche“ Migräne hingegen verursacht ihre Unannehmlichkeiten mit Symptomen wie Appetitlosigkeit und Übelkeit, sowie die Überempfindlichkeit auf äußere Einflüsse wie helles Licht und laute Geräusche. Das wichtigste Symptom sind selbstverständlich die einseitigen, starken Schmerzen im Kopf und/oder Gesichtsbereich.

Die Prävalenz von Migräne ist sehr hoch. Etwa acht Millionen Menschen allein in Deutschland sind von den wiederkehrenden Kopfschmerzen betroffen. Statistisch gesehen mehr Frauen als Männer. Jedoch wird von einer hohen Dunkelziffer, vor allem bei den männlichen Migränepatienten ausgegangen.

Symptome: Migräne mit Aura

  • (All diese Symlitome können als Vorbote für Migräne und/oder während der aktuen Kopfschmerzlihase auftreten)
  • 15–20 % der Migräne liatienten betroffen
  • Visuelle Wahrnehmungsstörungen (Sehstörungen)
  • Sensorische Wahrnehmungsstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Sprachstörungen
  • Lähmungen / Lähmungserscheinungen
  • Störung des Geruchsempfinden
  • Kann ohne charakteristische Merkmale auftreten
  • Störungen / Veränderungen der Sinneswahrnehmungen
  • Oftmals tyliischer Migräne Vorbote

Symptome: Migräne ohne Aura

  • (All diese Symptome können auch nach einer Aura in der aktuen Kolifschmerzphase auftreten)
  • 80-85% der Migräne liatienten betroffen
  • Appetitlosigkeit (häufig)
  • Übelkeit (häufig) und Erbrechen (gelegentlich)
  • Photophobie / Lichtempfindlichkeit (gelegentlich)
  • Phonophobie / Geräuschempfindlichkeit (gelegentlich)
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen (gelegentlich)
  • Osmophobie / Geruchsempfindlichkeit (selten)
  • Dauer: Mehrere Stunden bis einige Tage
  • Starke bis mittelmäßige, einseitige Kopfschmerzen
  • Verspannungen
  • Nackenschmerzen

2. Wann habe ich Migräne? Wann andere Kopfschmerzen?

Migräne? Clusterkopfschmerzen? Spannungskopfschmerzen? Medikament induzierte Kopfschmerzen? Was denn nun?

Die Vermutung liegt nahe, dass Sie ihre eigenen, oder die ihrer Angehörigen / Kindern, Kopfschmerzen, und die Suche nach Linderung, auf diese Internetseite gelockt haben. (Da sind Sie auch an der richtigen Adresse) Doch sind Sie sich sicher ob Sie wirklich von einer Migräne betroffen sind? Vielleicht waren Sie schon beim Arzt, vielleicht schon bei Vielen, die unterschiedliche Diagnosen ausgesprochen haben oder ihre Migräne bestätigt.

Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Sie an einer Migräne leiden überprüfen Sie selbstständig ihre Symptomatik oder lassen Sie diese von einem Arzt abklären. Denn Kopfschmerzen können vielerlei Ursprung sein. Daher stelle Ich nun noch kurz Andere häufige Kopfschmerzformen vor, welche teilweise mit ähnlichen Therapien wie denen gegen Migräne begegnet werden sollte, teilweise Andere Therapien erfordern. Sie müssen wissen, was das Beste für ihren Körper und Kopf ist. Detailliertes Wissen und Selbstanalyse sind dabei eine wertvolle und hilfreiche Waffe.

Clusterkopfschmerzen:

Diese Form des Kopfschmerzes zeichnet sich durch vor allem durch seine Heftigkeit und extremen Schmerzen. Diese Schmerzen halten im Normalfall einige Minuten an und lähmen den Betroffenen vor Schmerz. Lokalisieren lassen sich Clusterkopfschmerzen vor allem im Gesichtsbereich, bei den Augen und Schläfen. Clusterkopfschmerzen treten periodisch stark gehäuft auf, das heißt beispielsweise in einer Woche ist ein Clusterkopfschmerzpatient mehrfach betroffen, kann dann aber mehrere Monate keinerlei Symptome spüren.

Spannungskopfschmerzen:

Spannungskopfschmerzen sind die häufigste auftretende Form von Kopfschmerzen und werden oft mit Migräne verwechselt, können aber auch mit dieser einhergehen. Sie zeichnen sich durch einen dumpferen, drückenden Kopfschmerz ohne genaue Lokalisation am Kopf aus. Sie sind im Normalfall auch etwas leichter als Migräneschmerzen und treten nicht kombiniert mit Symptomen wie Lichtscheueste und Appetitlosigkeit auf.

Medikament induzierte Kopfschmerzen:

Diese Form der Kopfschmerzen ist in ihrer Häufigkeit nicht zu unterschätzen. Sie rühren von zu häufigem Medikamentengebrauch oder einem Medikamentenentzug und können in ihrer Auftrittshäufigkeit, Stärke und Art des Schmerzes sehr unterschiedlich sein. Im Durchschnitt treten Sie jedoch mehrmals bis häufig im Monat auf und können von migräneartigen Symptomen begleitet werden. Sie sind also leicht mit einer Migräne zu verwechseln, da die Symptomatik eine Art Mischung aus den typischen Migräne Symptomen sowie den Symptomen anderer chronischer Kopfschmerzerkrankungen wie Spannungskopfschmerzen ist. Daher ist bei dieser Krankheit vor zusätzlicher unbedachter Medikamenteinahme zu warnen. Betroffene sollten lieber auf die weiter unter auf der Seite beschriebenen alternativen Therapien und Naturheilverfahren zurückgreifen.

3. Wodurch wird Migräne ausgelöst und auf was ist zu achten?

Seit Jahrzehnten versucht die Medizin und verschiedenste Studien die Auslöser und sogenannte Trigger („Auslöser Faktoren“) für Migräne nachzuweisen und zu ergründen. Mit mäßigem Erfolg. Die genauen Auslöser die zu Migräneattacken und Migräne Symptomen führen lassen sich einfach nicht verallgemeinern. Jeder Migräne Betroffene muss individuell für sich geltende Faktoren herausfinden und herausfiltern, welche zu dem Gewitter im Kopf führen. Hier bietet sich ein Kopfschmerztagebuch an, in den Faktoren wie die Schlafdauer, das Wetter, die Ernährung, natürlich Migränephasen und andere zu berücksichtigende Dinge aufgeführt werden. So können Sie hoffentlich ruckwirkend ergründen auf welche Auslöser Sie sensibel und mit Migräne reagieren und diesen in Zukunft lieber aus dem Weg gehen.

Diese Liste dient lediglich als Orientierungshilfe. Inwieweit die einzelnen Migräne Auslöser Sie selbst betroffen müssen Sie selbst herausfinden.

Umweltfaktoren / Äußere Reize:

  • Wetterumschwünge / Plötzliche Wetteränderungen
  • Föhn (Vor allem im Süden Deutschlands)
  • Auditive Reize (Lärm , unangenehme Geräusche)
  • Visuelle Reize (Lichteinflüsse z.B. Fernsehrflackern, Bildschirme)
  • Auslösende Düfte und Gerüche

Biochemische Faktoren:

  • Menstruationszyklus (Häufig während oder kurz bevor der Menstruation)
  • Hormonelle Schwankungen
  • Schwangerschaften ( Bedingt durch die hormonellen Schwankungen)

Lebensstil:

  • Schlaf-Wach-Rhythmus (Zu wenig Schlaf aber auch zu viel Schlaf)
  • Stress
  • Überanstrengung und Erschöpfung (Auch exzessiver Sport kann zu Migräne führen!)
  • Emotionale Schwankungen

Lebensmittel:

(Wissenschaft und Forschung sind sich bei den Lebensmitteln sehr uneinig über den Einfluss als Trigger, einige Lebensmittel sind als Migräneauslöser in Verruf geraten, ob diese tatsächlich einen Einfluss ausüben kann der Betroffene nur subjektiv entscheiden)

  • Lebensmittel mit viel Glutamat
  • Lebensmittel mit viel Tyramin
  • Lebensmittel mit viel Histamin
  • Lebensmittel mit hohem Serotoninwert
  • Schokolade
  • Käse
  • Zitrusfrüchte
  • Geräucherte Fleisch- und Fischgerichte

Genussmittel:

  • Allgemein alkoholische Getränke
  • Insbesonders Sekt und Rotwein
  • Koffein (Abfall des Koffeinspiegels bei „Kaffeejunkies“
  • Nikotin und Tabaknebenstoffe

Medikamente:

  • oralen Kontrazeptiva (z.B. die Pille, hormonelle Schwankungen)
  • Medikamente mit Stickstoffmonoxid (z.B. Mittel gegen Bluthochdruck und Mangeldurchblutung)
  • Östrogene
  • Ergotalkaloide
  • Indometacin (z.B. gegen Arthritis und Menstruationsbeschwerden)
  • Reserpin (z.B. gegen Bluthochdruck)
  • Nifedipin (z.B. gegen Bluthochdruck)
  • Dipyridamol (z.B. Präventiv gegen Schlaganfälle und Herzinfarkte)

4. Schulmedizinische Therapien gegen Migräne

Klassische Schmerzmittel

Sobald sich Kopfschmerzen anbahnen oder schon in voller Stärke eingetreten sind, greifen viele Betroffene – verständlicherweise – zu Schmerzmitteln, umgangssprachlich sogenannten Kopfschmerztabletten. Meist sind diese nicht verschreibungspflichtig und in jeder Apotheke erhältlich. Häufig verwendete Schmerzmittel (bzw. Wirkstoffe) sind Aspirin (Acetylsalicylsäure), Paracetamol, Ibuprofen und Naproxen. Diese Mittelchen werden meist bedenkenlos und auch in höheren Dosierungen eingenommen, sollte der Schmerz nicht verschwinden.

Prinzipiell gilt, dass die gerade genannten schmerzhemmenden Medikamente vereinzelt eingenommen keine wirkliche Gefahr für Gesundheit und Körper darstellen. Dennoch bringen sie bei häufiger und auch vermehrter Einnahme das biochemische Gleichgewicht des Organismus durcheinander, fordern Leber und Nieren und bringen unangenehme Nebenwirkungen bis hin zur Medikamentenabhängigkeit und medikamenteninduzierten Kopfschmerzen mit sich. Verwenden sie die „klassischen“ Kopfschmerzmittel also nur in Ausnahmefällen. Sich nach einer Alternative umzusehen beziehungsweise die Migräne so einzuschränken und sogar zu besiegen sollte ihre Priorität sein. Damit machen sie Aspirin und Co. Überflüssig und belasteten ihren Körper nicht.

Beispiele:

Aspirin, Paracetamol , Ibuprofen, Naproxen

Nebenwirkungen dieser Medikamente:

Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen, Magenbeschwerden, Hautausschläge, Atemnot, Blutarmut und Wasseransammlungen

Triptane

Triptane sind Medikamente, welche gezielt gegen Migräne und die Symptome von Migräne eingesetzt werden. Sie blockieren die Freisetzung von Nervenbotenstoffen und verhindern damit Entzündungen an den Blutgefäßen. Dies hat zur Folge, dass die für eine Migräne typische, hohe Nervenaktivität gedämpft wird. Gleichzeitig ziehen sich die Gefäße im Gehirn zusammen, was zu einer Normalisierung der Sauerstoffversorgung führt. Gegen den Migräne Schmerz helfen Triptane auch noch, indem sie die Schmerzsignale unterbrechen, welche von der Hirnhaut aus vermittelt werden.

Triptane wirken zudem gegen die aufkommende Übelkeit und das Erbrechen bei Migräneattacken. Klingt ja alles schön und effektiv, doch wie so oft sind auch die Triptane mit Vorsicht einzunehmen. Die Liste an Nebenwirkungen ist sehr lang und Triptane sollten daher nur in Notfällen und keinesfalls regelmäßig eingenommen werden. Hier gilt, wie bei allen synthetischen Medikamenten, sich lieber nach alternativen umzusehen, welche die Migräne auch dämpfen oder verschwinden lassen können, sich aber nicht negativ auf den Organismus auswirken.

Beispiele: Sumatriptan, Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Zolmitriptan

Nebenwirkungen dieser Medikamente: Durchfall, Müdigkeit, Asthma, Benommenheit, Schwindel, Hautreizungen und Blutungen der Magenschleimhaut. Bei längerer Einnahme kann es zu medikamenteninduzierten Kopfschmerzen kommen. Durch die gefäßverengende Wirkung wird das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkte erhöht. Triptane können zudem Schmerzen auslösen, welche auf schon seit langem abgeheilten Verletzungen beruhen.

Präparate gegen Übelkeit

Da Migräneanfälle meistens mit heftiger Übelkeit bis hin zum Erbrechen einhergehen greifen viele Betroffene zu Medikamenten und Präparaten, welche gegen diese Übelkeit helfen. Meist werden diese Präparate gegen Übelkeit parallel zu schmerzlindernden Medikamenten eingenommen, da während einer akuten Migräneattacke der Botenstoff Dopamin eine lähmende Wirkung auf den Verdauungstrakt ausübt und daher die Schmerzmittel nur noch schlecht aufgenommen werden.

Obwohl sich die Übelkeit mit diesen Präparaten besiegen lässt, sind sie eine weitere Belastung für den eh schon von Schmerzen gebeutelten Körper und sollten ebenfalls nur bei extremer Übelkeit kombiniert mit Schmerzmitteln eingenommen werden. Versuchen sie lieber mit Pfefferminz oder Fenchel Tee und einer fettarmen, bewussten Ernährung, sowie Ingwer und einer optimalen Vitaminversorgung der aufkommenden Migräne-Übelkeit entgegenzuwirken.

Beispiele: Metoclopramid, Domperidon, Dimenhydrinat

Nebenwirkungen dieser Medikamente: Die Patienten, welche zu Präparaten gegen Übelkeit greifen tendieren dazu sehr schnell müde zu werden und motorisch eingeschränkt zu sein. Autofahren wird daher schnell zur Gefahr. Besondere Vorsicht ist für Menschen mit Herzerkrankungen oder hohem Blutdruck geboten, da die Medikamente den Blutdruck in die Höhe treiben und sogar Herzrhythmusstörungen auslösen können.

Beta-Rezeptorenblocker und Kalzium-Antagonisten

Im Regelfall werden Betablocker und Kalziumantagonisten hauptsächlich gegen Bluthochdruck eingesetzt. Dennoch halten sie auch zunehmend bei der Behandlung und Therapie von Migräne Einzug. Wobei noch nicht einmal genau bekannt ist, warum Betablocker die Migräneattacken lindern. Die Vermutung liegt nahe, dass durch die Hemmung von Stresshormonen wie Adrenalin die Stärke der Migräneattacke verringert wird und diese Medikamente auch zu weniger und weniger intensiven Migräneattacken führen. Der Preis für diese Prävention ist nur leider hoch. Die Nebenwirkungen sind allgegenwärtig und viele Personengruppen, beispielsweise Menschen, welche von Durchblutungsstörungen, Impotenz, Blutniedrigdruck oder Schlafstörungen betroffen sind, sind für eine Behandlung mit Betablockern nicht geeignet.

Beispiele: Flunarizin, Metoprolol, Propranolol, Acebutolol, Nifedipin, Felodipin

Nebenwirkungen dieser Medikamente:

Viele Patienten klagen auch über den sedierenden und ermüdenden Effekt von Betablockern und Kalziumantagonisten und Einbüßen in ihrer geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, sowie starke Gewichtszunahme und andere Nebenwirkungen wie Schwindel und. Parallel dazu tritt bei Medikamenten dieser Art schnell ein Gewöhnungseffekt ein was immer höhere Dosen nötig macht und bei abrupten Absetzen massive Probleme wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen kann. Seien Sie also sehr vorsichtig bei dem Einsatz dieser Medikamente und informieren Sie sich lieber über alternative Präventions und Therapiemethoden um den Körper nicht so zu belasten.

5. Alternative Therapien und Naturheilverfahren

In unserer modernen Gesellschaft sind die Menschen es gewöhnt zu funktionieren. Um Pflichten, Arbeiten und Erwarten zu erfüllen, muss der moderne Mensch funktionieren. Auf Krankheiten und Ausfälle wie sie durch Migräne verursacht werden wird oftmals wenig Rücksicht genommen, weswegen Betroffene oft zu den oben beschriebenen Schmerzmitteln greifen und die Nebenwirkungen für Körper und Psyche in Kauf nehmen. 


Dies sollte nicht so sein. Denn die wirksamsten und gleichsam gesündesten Methoden und Therapien um gegen Migräne vorzugehen sind keine schulmedizinischen, keine auf Chemie und Medikamenten basierenden, Therapien. Es sind natürliche Therapien. Therapien die den Körper und dessen ultrakomplexes, biochemisches System in Einklang bringen und so die Migräne lindern und sogar besiegen können. Im Folgenden beschreibe und erkläre ich einige Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten welche nicht einfach darauf basieren zur Apotheke zu gehen und den dröhnenden Kopf mit Tabletten ruhig zu stellen , sondern das Problem, die Migräne und deren Auslöser am Fundament zu therapieren und so nicht nur den immer wiederkehrenden Kopfschmerz eindämmen sondern jedem Einzelnen auch ein gesünderes, glücklicheres Leben ermöglichen. Denn eines sollten sie sich immer vor Augen halten, Schmerzmittel betäuben den Schmerz nur, heilen aber die Migräne nicht.</p

Einfache Naturheilverfahren und Veränderungen im Lebensstil gegen Migräne

Es gibt einige Faustregeln und grundlegende Aspekte im Lebensstil eines jeden Einzelnen, welche dazu beitragen die Häufigkeit, Dauer und Intensität von Migräneattacken zu minimieren. Viele dieser „Regeln“ sind uns allen bewusst und es ist jedem klar, dass er auf diese Art und Weise nicht nur die Migräne zähmen kann, sondern auch seiner Gesundheit und seinem Körper etwas Gutes tut. Leider schaffen es Viele dennoch nicht in der Hektik ihres Alltags diese Fundamente eines migränefreien und gesunden Lebens zu verwirklichen.

Überwinden Sie ihren inneren Schweinehund, auch wenn es anfangs schwieriger wirkt als ein paar Kopfschmerztabletten zu schlucken werden sie feststellen, dass wenn man sich erst einmal ein paar Gewohnheiten in ihrer Routine etabliert haben, nicht nur die Migräne gelindert wird sondern sie sich auch im Allgemeinen fitter und gesünder fühlen. (Thema „Ernährung bei Migräne“ findet sich weiter unten im Text)

Viel, viel Wasser (und Tee):

Gewöhnen Sie es ich an täglich mindestens 2 Liter Wasser zu trinken. Verzichten Sie gegeben falls auf Softdrinks oder gezuckerte Fruchtsäfte sondern versuchen Sie ihren Flüssigkeitshaushalt hauptsächlich über Wasser und Tees zu regulieren. Auch während einer Migräneattacke ist das Trinken von viel Wasser sehr wichtig. Doch auch Tee bietet sich, vor allem Pfefferminztee und Ingwertee wird eine lindernde und heilende Wirkung bei Migräne nachgesagt.

Stress reduzieren, sich die verdiente Ruhe gönnen:

Einer der häufigsten und elementarsten Auslöser für Migräne ist Stress, innere Unruhe und Unausgeglichenheit. Gönnen Sie sich daher bewusst Pausen und Ruhephasen. Versuchen Sie einfach mal abzuschalten, sich in ein Buch zu vertiefen und den stressigen Alltag und die allgegenwärtigen Pflichten zumindest für wenige Stündchen auszublenden. Ihr Kopf wird es ihnen Danken! Schlafen sie auch genug, wie viel „genug“ ist hängt in diesem Fall stark von Individuum ab. Prinzipiell sollte gelten: Lieber eine Stunde weniger Fernsehen am Abend, als den nächsten Tag gähnend und genervt durch die Arbeit zu schlürfen.

Sport treiben, körperliche Aktivitäten nicht vernachlässigen:

Es ist so einfach wie effektiv. Bewegen Sie sich regelmäßig. Das muss kein stundenlanges Joggen oder total auslaugender Sport sein, einfache Ausdauersportarten, gemütliches Schwimmen, im höheren Alter sogar längere Spaziergänge helfen und fördern den Organismus ungemein, entlasten die Blutgefäße und wirken so als hocheffektive und förderliche Migräne Prävention und Linderung. Optimal ist es wenn Sie sich dabei auch noch draußen aufhalten, frische Luft und damit Sauerstoff, am Besten in naturbelassenen Gegenden wirken manchmal Wunder als Vorbeugung, aber auch bei akuten Migräneanfällen.

Bewusst Entspannen mit erlernten Entspannungsverfahren:

Es ist sehr hilfreich in extremen Stresssituation und oder während einer Migräne ein Entspannungsverfahren im Petto zu haben, welches Körper und Geist zu etwas Ruhe und Fokussierung verhilft und so die Schmerzen und Symptome von Migräne lindern kann. Bei der Suche dieser Entspannungsverfahren können sie auf eine breitgefächerte Auswahl an kulturell und medizinisch bewährten Methoden zurückgreifen, je nach persönlicher Vorliebe und Sympathie. Etablierte und wirksame Entspannungsverfahren sind: Yoga, Tai Chi und Qi Gong als asiatische Entspannungsverfahren, sowie Autogenes Training und die progressive Muskelentspannung nach Jacobson als westliche Alternativen.

Sauna, Wechselduschen, Entsäuerung:

Es gibt eine Reihe wirksamer „Naturheilverfahren“ die den Körper entspannen, Stress lösen und den Stoffwechsel anregen. Da sind beispielsweise regelmäßige Saunagänge, Entsäuerungs-Kuren und Tage und oder Wechselduschen, mit denen sich auch eine akute Migräneattacken lindern lassen. Dazu abwechselnd so heiß und so kalt wie es ihrer Empfindung möglich ist für jeweils 5 Minuten abduschen.

Laster ablegen/eindämmen (Zucker, Koffein, Alkohol, Nikotin):

Jeder von uns hat ein paar kleine (oder auch große) Laster. Genuss ist auch etwas Wichtiges und sollte nicht von vornherein abgelehnt werden, jedoch kann es sehr wohltuend für Gesundheit und auch Migräne sein einige Laster zu reduzieren oder gar ganz abzulegen. Dazu gehören übermäßiger Verzehr von Süßigkeiten und Zucker genauso wie das routinemäßige Trinken von viel Kaffee und damit Koffein. Auch Drogen wie Nikotin und Alkohol können die Migräne verstärken und auslösen und daher sollte auf diese Substanzen nach Möglichkeit verzichtet werden. Gegen ein bisschen Spaß und Lösgelöstheit hat aber bestimmt auch die Migräne nichts einzuwenden.

Natürliche Mittel und Substanzen zur Migräne Prävention und Linderung

Da die Schulmedizin in unseren Köpfen einen bereits so hohen Stellenwert eingenommen hat vergessen viele Menschen die Wirksamkeit von natürlichen Substanzen und pflanzlichen Mitteln welche oft genauso effektiv – wenn nicht effektiver – und ohne Nebenwirkungen gegen Migräne helfen. Die Liste dieser pflanzlichen Mittel ist zu lang um auf Alle einzugehen, doch aufgrund eigener positiver Erfahrungen möchte Ich hier einige dieser natürlicher Hilfsmittel gegen Migräne vorstellen.

Vanille:

Wir kennen Vanille heutzutage als Gewürz und Geschmacksträger. Die heilenden Wirkungen sind weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei ist Vanille- im speziellen natürliches Vanille-Extrakt eine wirksame – pflanzliche Alternative um Kopfschmerzen und Migräne zu besiegen.

Denn Vanille und Vanille-Extrakt enthält Eugenol, ein ätherisches Öl, welches schmerzlindernde und antiseptische Eigenschaft innehat und sogar dazu beiträgt verstopfte Blutgefäße zu entschlacken und frei zu machen.

Schon im Ägypten des Altertums war Vanille als Kopfschmerzmittel verbreiten. Die Mediziner und Gebildeten wussten damals zwar nicht warum die Vanille diese Wirkung hatte, stellten jedoch fest, dass sie gegen beinahe jede Art von Kopfschmerz, egal wie intensiv, eine merkliche Linderung verschaffte.

Pestwurz:

Pestwurz ist im europäischen Raum ein pflanzliches Heilmittel welches seit Menschheitsgedenken eingesetzt wird. Pestwurz ist sehr vielseitig und wird nicht nur zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne sondern auch gegen Probleme und Schmerzen im Magen-Darm-Trakt und in den Harnwegen eingesetzt. Und dies in verschiedensten Formen: Blüten, Blätter und die namensgebenden Wurzeln des Pestwurz entfalten heilsame Wirkungen.

Auch verschiedene Studien belegen die Wirksamkeit von Pestwurz als pflanzliches Mittel bei Migräne, jedoch sollte auf die Herkunft der Pflanze geachtet und auf ein geprüftes Extrakt zurückgegriffen werden, da die reine Pflanze unter Umständen schädliche Stoffe für die Leber enthält.

Mineralerde:

Der Wirkungsmechanismus von Mineralerde funktioniert aufgrund seiner Schadstoff bindenden und absorbierenden Eigenschaften. Gifte und Schadstoffe aus der Umwelt, sowie schädliche körpereigene Stoffwechselprodukte werden von der Mineralerde gebunden und unschädlich gemacht. Auf diese Art und Weise wird der Körper entschlackt und entgiftet was wiederrum gegen akute Migräne und als Migräne Prävention wirkt.

Normalerweise wird Mineralerde mit Wasser vermischt oral aufgenommen und sollte dies möglichst auch über einen längeren Zeitraum getan werden um die optimale Wirkung der Mineralerde zu entfalten. Es gibt aber auch die Möglichkeit die Mineralerde äußerlich anzuwenden um die Migräne zu lindern. Dazu einfach etwas Mineralerde auf ein feuchtes Tuch geben und dieses in einer entspannten Position auf der Stirn so lange wie möglich einwirken lassen. Sie werden feststellen: Durch die Reinigung und Entgiftung des Körpers bessert sich auch ihre Migräne.

Mutterkraut:

Mutterkraut ist ein altbekanntes, einfaches und leicht zu beschaffendes pflanzliches Mittel zur Migräne Prävention, welches man in getrockneter Form, als Präparat oder Extrakt erwerben kann. Um eine vorbeugende Wirkung zu erzielen sollte man die Pflanze über mehrere Monate täglich in geringen, gleichbleibenden Dosen einnehmen, dies führt zu einer Reduktion der Migräneanfälle.

Mutterkraut reguliert und reduziert die Serotoninausschüttung im Gehirn und verhindert unkontrollierte übermäßige Ausschüttungen welchen in Zusammenhang mit Migräne und Kopfschmerzen stehen. Daher die Migräne vorbeugende Effekte.

6. Ernährung bei Migräne

Unterschätzen Sie nicht den Einfluss von Ernährung auf Migräne und deren Heftigkeit. Dabei geht es nicht nur darum sich selbst zu analysieren um individuell herauszufinden welche Lebensmittel Migräne auslösen, sondern auch darum bewusst und gesund zu essen um prinzipiell Migräne vorzubeugen und die Attacken zu entschärfen.


Essen bei Migräne

Die Ernährungsgewohnheiten in modernen Gesellschaften gehen leider immer weiter weg von selbstgekochten, natürlichen Mahlzeiten, hin zu schnell verfügbarem, meist ungesunde Fertiggerichte. Den Meisten ist bewusst, dass dies ungesund und nicht optimal für die Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen und anderen essentiellen Ressourcen ist. Doch speziell als Migränepatient sollten sie auf keinen Fall ihre Ernährung und Essgewohnheiten vernachlässigen. Umso besser und bewusster Sie ihre Ernährung gestalten, desto seltener und erträglicher wird ihre Migräne werden und gleichzeitig ihre Gesamtverfassung und ihr Wohlbefinden.

Es gibt Studien, welche besagen, dass in den Gehirnen von Migränebetroffenen oftmals bis zu dreißig Prozent weniger Magnesium vorkommt als in Vergleichsgruppen. Dies führt dazu, dass sich die Gefäße im Gehirn verengen und die Muskeln verkrampfen. Als Migränepatient spürt man dies dann in Form von Kopfschmerzen und Verstimmungen. Um genügen, und ebenfalls sehr wichtig, jederzeit genügend Magnesium aufzunehmen bzw. in den Speichern zu haben, sollten Migräne Betroffene bevorzugt auf Vollkorn und Sojaprodukte zurückgreifen um für einen guten Magnesiumhaushalt zu garantieren.

Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Verzehr von naturbelassenen Nahrungsmitteln. Fast und Junk Food, auch nur als kleiner Snack zwischendurch, sind in Anbetracht einer Migräne sehr kritisch, denn je künstlicher und unnatürlicher die Nahrung ist, desto höher ist die Chance auf einen Migräneanfall sowie die schädlichen Wirkungen auf den Körper. Dies liegt an dem hohen Anteil an Ersatzmitteln in Fertiggerichten, Farbstoffe, künstliche Geschmacksstoffe und Konservierungsmittel sind oft in rauen Mengen enthalten. Daher ist es ratsam für jeden Migränebetroffenen sich die Zeit zu nehmen und bedacht seine Speisen selbst zuzubereiten und zu kochen, am besten mit frischen, unbehandelten Zutaten aus der Region oder Umgebung. Das schmeckt besser, ist gesünder und hält den Kopfschmerz fern!

Ernährungstipps bei Migräne zusammengefasst:

  • Essen Sie vielseitig und bereiten Sie den Großteil ihrer Speisen selbst zu
  • Essen Sie mindestens fünf Mal am Tag Obst und Gemüse
  • Essen Sie mehrmals am Tag Getreideprodukte und reichlich Kartoffeln
  • Essen Sie mindestens zwei Mal in der Woche frischen Fisch
  • Essen Sie möglichst wenig Fleisch- und Wurstprodukte
  • Halt Sie ihren Zucker und Salz Konsum in Maßen
  • Genießen Sie jede Mahlzeit bewusst und nehmen Sie sich Zeit dafür
  • Bei jedem Essen: Viel Wasser trinken

7. Vitalstofftherapie gegen Migräne

Neben der klassisch propagandierten, schulmedizinischen Therapie- und Behandlungsmethoden bei Migräne gibt es andere, teilweise effektivere und deutlich gesündere Methoden um gegen den Kopfschmerz vorzugehen. Nachdem ich einige Therapien versucht und viele, viele Schmerzmittel aller Art in mich rein geschaufelt habe bin ich auf die Vitalstofftherapie, ein Therapieansatz aus der orthomolekularen Medizin, gestoßen und damit versucht meine Migräne zu besiegen. Erstmals mit wirklich durchschlagendem Erfolg.

Nachdem ich mich einige Wochen auf die Vitalstofftherapie konzentriert hatte war meine Migräne so gut wie weg, die Attacken waren extrem gelindert und sehr viel seltener und ich fühlte mich auch in meiner Gesamtheit, in meinem Wohlbefinden bestärkt und gefördert. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen ertragen oder akzeptieren zu müssen. Leider arbeitet die Pharmalobby immer noch aktiv gegen solche Therapien, welche ohne teure, synthetische Medikamente auskommen und ein ganzheitliches Gesundheitsgefühl vermitteln und für vielerlei Krankheiten einsetzbar sind. Doch was ist eigentlich diese Vitalstofftherapie?

Das Konzept der Vitalstofftherapie basiert darauf, dass unser Organismus mit seinen unzählbar vielen biochemischen Reaktionen nur optimal funktioniert und sich nur optimal Herausforderungen (wie beispielsweise einer aufkommenden Migräneattacke) stellen kann, wenn er optimal mit Vitalstoffen, also Vitaminen, Mineralen, Sekundären Pflanzenstoffen, Spurenelementen etc. versorgt ist.

Durch die alltägliche, oft ungeplante und ungesunde Ernährung nehmen die meistens Menschen diese optimale Menge an verschiedensten Vitalstoffen nicht mehr auf und der Körper kann so seine Selbstheilungkräfte und Abwehrreaktionen nicht effektiv einsetzen. Daher empfiehlt sich eine zusätzliche Einnahme von Vitalstoffen bei Migränebetroffenen. Durch die Aufnahme eines komplexen, natürlichen Vitalstoffkonzentrats über einen gewissen Zeitraum macht so den gesamten Organismus regenerationsfähiger, gesünder und resistenter. Wie und warum die Vitalstofftherapie so effektiv ist erkläre ich im Folgenden:

In Untersuchungen wurde ergründet, dass während einer akute Migräneattacke der nitrosative gleichermaßen wie der oxidative Stress deutlich ansteigt und so eine Reihe negativer, biochemischer, zellulärer Prozesse in Kraft treten und die Migräne noch verschlimmern. Der hohe Verbrauch von Vitalstoffen um eben diesen gefährlichen oxidativen Stress wieder zu mindern hält auch noch weit nach der akuten Attacke an und reißt so große Lücken in ihre Vitalstoff-Versorgung.

Die Einnahme von zusätzlichen Vitalstoffen ist daher allein schon anzuraten um genügen Gegenspieler zu den vielen, gefährlichen freien Radikalen zu haben, welche durch den oxidativen Stress freigesetzt werden. Hierbei sollten Sie besonders darauf achten keine einzelnen Vitalstoffe zu sich zu nehmen. Nur natürliche, keine künstlichen, Vitalstoffkomplexe erreichen effektive therapeutische Wirkungen wenn sie zusammen eingenommen werden. Eine amerikanische Studie beispielsweise beweist, dass natürliche Vitamine aus Obst und Gemüse zusammen mit den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker vor freien Radikalen schützen als einzelne, synthetische Vitamine.

Wirksame Mittel gegen Migräne: Die Vitalstoffe

Obwohl mittlerweile die Behandlung mit Vitalstoffen gegen Migräne sogar in aktuellste Richtlinien mitaufgenommen wurde, raten immer noch wenige Ärzte zur Vitalstofftherapie. Medikamente bringen einfach mehr Geld. Und mehr Nebenwirkungen. In diesen offiziellen Richtlinien wird das Coenzym Q10 häufig erwähnt und hochgelobt. Denn Studien beweisen, dass dieser Vitalstoff die Anfall Häufigkeit sowie den Schwergrad und die damit verbundenen Schmerzen der Migräne sehr reduzieren kann. Dies lässt sich auch einfach biochemisch begründen. Denn CoenzymQ10 ist die essentielle Substanz, welche für die Energieherstellung in den Zellkraftwerken verantwortlich ist und damit Energiemangel in Nervenzellen entgegenwirkt, welcher Migräneattacken auslösen kann. Parallel dazu wirkt CoenzymQ10 zudem gegen nitrosativen und oxidativen Stress, was wiederrum die Heftigkeit der Migräne begünstigt.

Weitere Vitalstoffe, welche bei der Energiegewinnung in den Zellen eine tragende Rolle übernehmen sind Magnesium und L-Carnitin. Weswegen auch diesen Stoffen anhand von höchstprofessionellen Studien eine positive Wirkung gegen Migräne nachgewiesen werden konnte. Vor allem bei einer durch den Hormonzyklus ausgelösten Migräne wirkt eine Kombination von Magnesium und Vitamin E sehr lindern und heilend wie eine andere Studie erwies. Zu diesen Erkenntnissen der Forschung kommt eine weitere Studie, welche beweist, dass Vitalstoffkonzentrate mit Magnesium die monatlichen Kopfschmerztage bei Kindern massiv verringern können.

Eine weitere Gruppe der Vitalstoffe, welche im Zuge der Migränebehandlung häufig empfohlen werden sind die B-Vitamine. Aus einer Studie in Spanien mit 430 Probanden geht hervor, dass Migränepatienten sehr häufig erhöhte Homocysteinwerte vorweisen, als „gesunde“ Menschen. Durch die Vitalstoffe der Vitamin-B-Gruppe lassen sich nicht nur diese Homocystein-Werte senken, sondern auch wichtige Gene die den reibungslosen Ablauf innerzellulärer Prozesse ankurbeln funktionieren effizienter.

Omega-3-Fettsäuren sind weitere wichtige Vitalstoffe, welche den Verlauf von Migräne begünstigen. Zahlreiche Studien legen da, dass die zusätzliche Einnahme von Omega-3-Fettsäuren einen sehr positiven Einfluss auf Entzündungen und die Entwicklung von Entzündungen hat. In einer anderen Studie gaben 4 aus 5 Probanden an, dass nach der Einnahme von zusätzlichen Omega-3-Fettsäuren, die individuelle Migränehäufigkeit merklich reduziert wurde. Hierbei sollte darauf geachtet werden, in welcher Form die Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Denn Studien beweisen, dass das Verdauungssystem die Omega-3-Fettsäuren nur effizient aufnehmen wenn diese in einer flüssigen Emulsion (beispielsweise in einem Saft) und nicht, wie häufig praktiziert, in Kapseln aufgenommen werden.

Hier wird auch wieder deutlich wie wichtig die Qualität und Form der zusätzlich aufgenommenen Nahrungsergänzungsmittel ist. Die Gesamtkomposition ist essentiell. Umso ähnlicher das Vitalstoffpräparat natürlichen Substanzen, wie Obst, Gemüse und Kräutern ist, umso effektiver und gesünder sind auch die Effekte auf den Körper. Nur im Zusammenspiel kann jeder einzelne Vitalstoff seine volle Wirkung entfalten. Daher ist es sehr wichtig, möglichst viele, optimaler Weise alle gängigen Vitalstoffe zu sich zunehmen, nicht nur jene, auf die hier im genaueren eingegangen wird. Denn ein Apfel ist auch nicht nur Vitamin C und B, sondern ein komplexes, organisches Gebilde aus hunderten Vitalstoffen, und kann vom Körper daher auch nur so effektiv verarbeitet werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe, in der alltäglichen Ernährung und vielen Ernährungsempfehlungen beinahe in Vergessenheit geraten, sind ebenfalls, medizinisch und wissenschaftlich erwiesen eine wirksame Waffe gegen Migräne. Den sekundären Pflanzenstoffen konnte innerhalbe eine Studie über die Wirksamkeit von grünem Tee, eine Dreifachwirkung gegen Migräne belegt werden. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken bei Migräne schmerzdämpfend, wirken sich positive fördernd auf die Durchblutung aus und begünstigen die Verfügbarkeit und Umsetzung verschiedenster Nervenbotenstoffen.

Gesundheit, Wohlbefinden und keine Migräne mehr? – Eine Frage der Therapie!

All dies sind nur Beispiele für die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Vitalstoffen im menschlichen Organismus. Besonders bei Migräne lassen sich naturgegebene oder durch einen ungesunden Lebensstil hervorgerufene Defizite ausgleichen und die Migräne heilen und einschränken. Mit der einzigen „Nebenwirkung“, dass die Vitalstoffe nicht nur die Kopfschmerzen fern halten sondern sich auch positiv auf jede einzelne Körperfunktion und die allgemeine Gesundheit auswirken.

Schauen Sie sich also, falls Sie von dieser neuartigen ,revolutionären Therapiemethode der Vitalstofftherapie überzeugt wurden, nach einem moderat dosiertem, rein natürlichem Vitalstoffkonzentrat, mit einem möglichst breitgefächerten Angebot an beinhalteten Vitalstoffen um. Denn nur im Zusammenspiel der Vitalstoffe ist es dem Körper möglich all diese aufzunehmen und zu verarbeiten und damit alle Vorteile zu nutzen, und die Zellen optimal zu versorgen.

Mittlerweile werden von vielen Ärzten, orthomolekularen Medizinexperten und Ernährungswissenschaftlern Vitalstoffpräparate empfohlen. Ein sehr gutes Vitalstoffpräparat zeichnet sich durch seine Natürlichkeit und optimale Zusammensetzung aus. Es sollte bestenfalls aus zahlreichen verschiedenen Gemüse-, Obst- und Kräuterarten zusammengesetzt sein und in flüssiger Form angeboten werden. Je ähnlicher das Vitalstoffpräparat der gesunden Ernährung ist, desto besser ist auch dessen Wirkung im Körper.

Probieren Sie die Vitalstofftherapie aus! Sie werden sehen, nach kürzester Zeit bessert sich ihre Migräne, wird seltener und erträglicher. Und das ohne den Biorhythmus angreifende Medikamente. Wenn Sie parallel dazu noch auf ihre Ernährung achten und sich fit halten sind die Chancen groß, dass mit der Hilfe der Vitalstoffe ihre Migräne besiegt wird und besiegt bleibt!

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